Entwicklung - In welchem geologischen Zeitalter entwickelte sich welches Leben - Die Welt der Zahlen

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Entwicklung - In welchem geologischen Zeitalter entwickelte sich welches Leben

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Entwicklung des Lebens
Welches Leben entwickelte sich in den einzelnen Epochen der Erdzeiltalter?


Das Archaikum ist das älteste geologisches Erdzeitalter, vor 4600 - 2500 Mio. Jahren. Es bildete sich die feste Erdkruste und das Meer. In dieser Zeit existierte noch keinerlei Leben.

Im  Unterproterozoikum, vor 2500 - 1700 Mio. Jahren, entwickeln sich  einfache Mikroorganismen (Blaualgen) die Sauerstoff freisetzen.
                                                    
Existierten bisher nur Organismen mit Zellen ohne Zellkern, so kommen im  Mittelproterozoikum, vor 1700 - 900 Mio. Jahren, Lebewesen mit Zellkernen auf. Die Zellkerne enthalten die genetische Information. Als erste Organismen dieser Art entstehen die Schwämme.
                                                    
Im Oberproterozoikum, vor 900 - 590 Mio. Jahren, entwickeln sich einfache Nesseltiere, erste tierische Einzeller und Würmer.

                                                                                                                                                                                                                                                
Im Unterkambrium, vor  590 - 545 Mio. Jahren, beginnen einzelne Tiere Skelette aufzubauen. Aus dem "Urmollusk" entwickelt sich die Weichtiergruppe, zu der auch Schnecken und Muscheln gehören. Weit verbreitet sind in den Meeren auch einzellige Strahlentierchen, die in großen Massen vorkommen. Erste Stachelhäuter (Verwandte der Seeigel und Seesterne), einfache Korallen und auch die ersten Quallen entwickeln sich.
                                                    
Im Mittelkambrium, vor 545-520 Mio. Jahren, entwickeln sich die ersten Meerestiere mit einem Kiemenkorb und erste Krebse.
                                                    
Im Oberkambrium, vor 520 - 500 Mio. Jahren, entwickeln sich erste Schnecken. Die ersten Kopffüßer entstehen, zu denen die heutigen Tintenfische gehören. Und auch einfache Frühformen von Fischen treten auf, die aber noch keine echten Kiemen besitzen.

Das Unterordovizium, vor 500 - 480 Mio. Jahren, sieht die Seelilien, kugelförmige Seeigel, Seeskorpione und Seegurken entstehen.
                                                    
Im Mittelordovizium, vor 480 - 460 Mio.Jahren, bilden die bestehenden Arten eine Vielzahl weiterer Unterarten aus.
                                                    
Im Oberordovizium, vor 460 - 440 Mio.Jahren, bilden sich bei den höheren Meerestiere die Kiemen, während die niederen Arten weiterhin mit der Haut atmen. In dieser Zeit stirbt auch eine Vielzahl an Unterarten aller Arten aus.

Das Untersilur, vor  440 - 420 Mio. Jahren, sieht als erste echte Fische die Stachelhaie, keine echten Haie, sondern einfach gebaute Fische mit einem verknöchertem Außenskelett. Kurz nach ihnen entstehen auch die ersten Knochenfische.
                                                    
Das  Obersilur, vor 420 - 410 Mio. Jahren, sieht die ersten Pflanzen auf dem Land, nachdem sich bisher alles im Wasser abgespielt hat. Als erstes tierisches Lebewesen verlässt eine Skorpionart das Meer und lebt, zumindest zeitweise, in den Feuchtgebieten an Land. Die Korallenarten nehmen in dieser Zeit sprunghaft zu und die ersten Spinnentiere kommen auf.

Im Unterdevon, vor 410  - 390 Mio. Jahren, entwickeln sich die Lungenfische und die auch heute noch vorkommenden Quastenflosser. Wegen ihres Körperbaus werden sie von Paläozoologen als Vorfahren oder aber zumindest als nahe Verwandte der ersten Amphibien und damit aller Vierfüßer betrachtet. Zu den Knochenfischen dieser Zeit kommen als weitere Unterordnung die  Knorpelfische, zu denen die heutigen Störe zählen, und eine größere Zahl von Haiarten hinzu. Nur im Devon existieren die Panzerfische. Der Tintenfisch, der im Bundenbacher Schiefer (Pfalz) fossilisiert, entspricht bereits weitgehend den heute lebenden Formen. Bei den Pflanzen kommen die ersten Schachtelhalm-Arten und Sporen-Pflanzen auf.
                                                    
Das Mitteldevon, vor 390 - 375 Mio. Jahren, sieht die Entstehung der Tausendfüßer und weiterer Insekten und Spinnen, die alle auf dem Land leben können. Auch die ersten Amphibien sind aus dieser Zeit bekannt. In der Pflanzenwelt entstehen die ersten Farne.
                                                    
Das Oberdevon, vor 375 - 360 Mio. Jahren, sieht die ersten geflügelten Insekten und somit die ersten Lebewesen die den Luftraume erobern. Aus den in dieser Zeit entstehenden Amphibien entwickeln sich später alle Reptilienarten. Eine große Artenvielfalt an Fischen entsteht, wozu auch die ersten echten Haie zählen. Die Pflanzenwelt dieser Zeit besteht aus bis zu 20 m hohen Schachtelhalmen und den ersten Urformen von Nadelbäumen.

Das Unterkarbon, vor  360 - 325 Mio. Jahren, sieht in der Pflanzenwelt große Bäume mit Ästen, Zweigen und schirmförmigen Kronen. Die ersten Vertreter der Moose  treten auf.
In der Tierwelt erscheinen die Chimären, die in Wassertiefen von 100 bis 1500 m leben. Mit den Neunaugen erscheint ein neuer Fisch, der noch heute vertreten ist. Die Panzerfische sterben aus. Eine große Artenviefalt entwickelt sich bei den geflügelten Insekten. Erste Exemplare der Reptilien werden bekannt.
                                                    
Im Oberkarbon, vor 325 - 290 Mio. Jahren, erscheinen die ersten großwüchsigen Libellen und den Salamandern ähnliche kleine Amphibien. Auch die ersten Eidechsen treten auf, ebenso Tiere, die den Übergang zu den Säugetieren darstellen und Panzerlurche mit krokodilähnlichem Schädel.
Es entwickeln sich die ersten Nadelbäume (Koniferen).

Im Rotliegendes, vor  290 - 270 Mio. Jahren, treten die ersten Käfer, Heuschrecken und Ohrwürmer auf. Vertreter der wuchtig gebauten pflanzenfressenden Saurier mit schweren Gliedmaßen sind zu dieser Zeit vorhanden. Manche Arten werden bis zu 3 m lang. In Südafrika erscheint eine der ersten Wasserechsen. Die 1 m langen Fisch fressenden Echsen stammen als Reptilien nicht von Wasser-, sondern von Landtieren ab. Sie stellen die ersten Lebewesen dar, die vom Land ins Wasser zurückkehren und sich anatomisch wieder an diesen Lebensraum anpassen, z. B. durch einen sehr schlanken Körper.
                                                    
Der  Zechstein, vor 270 - 250 Mio. Jahren, sieht Saurier mit breitem Schädeldach von beträchtlichem Ausmaß. Als Meerestiere sterben die Seeskorpione und Stachelhaie aus. Aus dem Reich der Insekten verschwinden die für das Karbon und Perm typischen Urflügler.

Das Buntsandstein, vor  250 - 243 Mio. Jahren, wird durch Wüstenbildung in weiten Teilen der Erde bestimmt. In der Pflanzenwelt spezialisieren sich daher viele Arten auf aride (trockene) Standorte (z.B. Dünen). Die Schachtelhalme sterben aus.
Die modernen Seeigel entwickelen sich. Erstmals treten Frösche, Kröten, Garnelen und Hummer in Erscheinung. Der Fischsaurier Ichthyosaurus entwickelt sich. Die Dinosaurier ("Herrscher-Reptilien") bevölkern artenreich die Erde. Die ersten Schildkröten entwickeln sich.
                                                    
Der  Muschelkalk, vor 243 - 230 Mio. Jahren, sieht den Plesiosaurus, dieser Meeresbewohner zeichnet sich durch einen langen Hals und ruderförmige Gliedmaße aus.
                                                    
Im  Keuper, vor 230 - 210 Mio. Jahren, sind die säugetierähnlichen Reptilien fast ausgestorben. Die Krokodile erscheinen mit schlanken, hochbeinigen Tieren. Mit Ausnahme der Schlangen umfasst der Stammbaum der Reptilien bereits alle bekannten Arten. Die ersten Flugsaurier erscheinen und damit die ersten aktiv fliegenden Wirbeltiere.

Der Lias, vor 210 -  184 Mio. Jahren, sieht die ersten Mücken und Fliegen. Der Flugsaurier Pterosaurus erscheint. Er besitzt eine Flügelspannweite von 1,60 m und ist etwa 1 m lang. Die Krokodile entwickeln sich jetzt zu den bekannten Formen. Auch erste bekannte Formen der Frösche entstehen.
Die  Nadelbäume bilden erstmals häufiger Jahresringe aus. Früher war das nur sehr selten der Fall. Jahresringe sind ein Zeichen für unterschiedliche Klimabedingungen, in denen es entweder zu kalt oder zu trocken ist und andererseits warm und feucht ist.
                                                    
Im  Dogger, vor 184 - 160 Mio. Jahren, erscheinen frühe Säugetiere, die als Vorfahren der meisten modernen Säuger wie auch der Beuteltiere gelten.
                                                    
Im  Malm, vor 160 - 140 Mio. Jahren bilden sich Nesseltiere, zu denen alle heute lebenden Quallen zählen. Die Knochenfische entwickeln sich zu den modernen Fischen weiter. Fliegende Reptilien mit Spannweiten um 1 m sind weit verbreitet. Gegen Ende dieser Zeit werden sie von den größeren Vertretern der Pterodactylus abgelöst. Dutzende kleiner bis riesengroßer pflanzenfressender Dinosaurier sind weltweit verbreitet, darunter so bekannte Giganten wie Diplodocus (26 m) und Apatosaurus (früher Brontosaurus, 21 m). Im Meer leben die Plesiosaurier, die eine Körperlänge von bis zu 14 m erreichen. Die Blütezeit der fleischfressenden Dinosaurier beginnt. Die räuberischen Tiere gliedern sich in die kleineren Coelurosaurier und die gewaltigen Carnosaurier auf. Die Entwicklung der frühen Säugetiere macht entscheidende Fortschritte. Neu sind maus- bis bibergroße Pflanzenfresser. Die ersten Vögel erscheinen in der Form des Urvogels Archaeopteryx. Sie besitzen erstmals in der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere Federn. Zum Ende dieser Zeit sterben zahlreiche Dinosaurier-Gattungen aus, darunter die gigantischen Pflanzen fressenden Brachiosaurier.

In der Unterkreide, vor 140 - 97 Mio. Jahren, treten mit Magnolie, Sassafras, Zimtbaum, Weiden und Pappeln neuere Pflanzen-Arten auf. Als neue Nadelhölzer erscheint die Fichte, die Lärche und die Zeder. In den Wäldern sind Pilze weit verbreitet.
Im Tierreich entwickeln sich Porzellanschnecken in den warmen Meeren. Erste Schlangen entwickeln sich, ein 1 m langes wasserbewohnendes Reptil. In zahlreichen Gruppen des Tierreiches kommt es zu Riesenwuchs. Dieses Phänomen ist u.a. bei Muscheln, Ammoniten, Flugsauriern und vielen Dinosauriern zu  beobachten. Die Ursachen hierfür sind nicht bekannt. Die ersten Beuteltiere entwickeln sich, dazu gehört auch das noch heute in Südamerika beheimatete Opossum. Zahlreiche Dinosaurier-Arten überleben die Unterkreide nicht. Dazu gehören die großen fleischfressenden Allosaurier und alle Stegosaurier.
                                                    
Während der Oberkreide, vor 97 - 66 Mio. Jahren, entstehen in Feuchträumen die ersten Wiesen. In Binnengewässern entwickeln sich Seerosengewächse. Palmen sind erstmals weit verbreitet. Auf allen Kontinenten treten in großer Artenzahl Laubbäume auf, darunter bereits moderne Gruppen wie Ahorn, Buchsbaumgewächse, Ölbäume, Birken, Buchen, Eichen, Eukalyptus und Platanen. Auch Sträucher wie Oleander, Immergrün, Erika- und Rhododendronarten, Rebengewächse, Brom-, Erd- und Himbeeren, Pfeffersträucher, Lorbeer und Efeu sind jetzt vertreten.
In der Tierwelt treten Formen auf, aus denen die meisten modernen Salamander und Lurche hervorgehen. Mit dem Erscheinen des ersten, spitzmausähnlichen Insektenfressers tritt eine Art auf, von der sowohl die Raubtiere als auch die ganze Ordnung der Primaten (Herrentiere) abstammt. Unter den Echsen erscheinen die Warane. Sie gehören mit Exemplaren von mehreren Metern Länge noch heute zu den größten aller Landechsen. Unter den pflanzenfressenden Dinosauriern sind Entenschnabel-Dinosaurier und die schwer gepanzerten Stegosaurier verbreitet. Die größten aller Fleischfresser (bis 15 m) sind durch den Tyrannosaurus Rex vertreten.
Zum Ende der Oberkreide sterben die letzten Dinosaurier aus.

Im Paläozän, vor 66 - 55 Mio. Jahren, vollziehen sich im Pflanzenreich keine wesentlichen evolutionären Schritte mehr.
Erste Kraken tauchen in den Weltmeeren auf. Ebenso frühe Stammformen der Nagetiere. Erste "Hasen" kommen auf. Die Entwicklung der Primaten (Affen, Halbaffen) beginnt mit Arten, zu denen die heutigen Koboldmakis zählen. Einige Arten katzengroßer Säugetiere und auch die Krokodile sind mittlerweile auf der Erde heimisch. Es entwickeln sich erste Gürteltiere und frühe, noch primitive Huftiere.
                                                    
Das  Eozän, vor 55 - 36 Mio. Jahren, sieht die Entwicklung der ersten "Urschweine", frühe Kamele, erste Rüsseltiere und Flußpferde. Als erste Fledertiere erscheinen die Fledermäuse mit Formen, die den heute lebenden Arten schon weitgehend ähneln. Die ersten Wale erscheinen in den Meeren.
                                                    
Im  Oligozän, vor 36 - 24 Mio. Jahren, entwickeln sich die ersten "echten" Nashörner und Tapire. Es entstehen auch die ersten Vorfahren der Menschenaffen und der Säbelzahntiger. Die pferdeähnliche Huftiere haben bereits viele Entwicklungsmerkmale der echten Pferde. Im Meer entwickeln sich die Seekühe oder Sirenen. Unter den Walen erscheinen erstmals die Plankton fressenden Bartenwale. In den Meeren tauchen Ohrenrobben, Seebären und Seelöwen, die Walrosse, Hundsrobben und Seehunde auf.
                                                    
Das  Miozän, vor 24 - 5 Mio. Jahren, sieht erste Giraffen und Vorfahren der Mammuts. In der Vogelwelt entwickeln sich die Kraniche.
Ein Meteorit  von über 500 m Durchmesser stürzt nahe der heutigen Stadt Nördlingen auf die Erde. Es entsteht der 23 km weite Ries-Krater. Ca. 200.000 Jahre  später lässt ein erneuter Meteoriteneinschlag in Süddeutschland das 3,5 km weite Steinheimer Becken entstehen.
                                                    
Im  Pliozän, vor 5 - 1,7 Mio. Jahren, treten erste kleinere Formen moderner Raubkatzen wie Luchse und Pumas, in Erscheinung. Erste Vertreter der "Urmenschen" in der Gestalt von Australopithecus leben in Regionen Ostafrikas. Aus diesen entwickeln sich dann erste Mitglieder der Gattung Homo, also erste Menschen. Diese Frühmenschen leben in Familienverbänden und stellen erste Werkzeuge aus Stein, Knochen, Horn, Holz u.a. her. Sie beherrschen bereits eine Lall-Sprache, die aber noch sehr primitiv ist.

Das Untere Pleistozän, vor 1,7 - 0,72 Mio. sieht die ersten bekannten "Eiszeiten".
Die  Kultur der "Menschen" dieser Zeit - es gibt hier schon den Homo erectus - ist die Altsteinzeit, das Paläolithikum. Sie sind Jäger und Sammler, stellen einfache Werkzeuge her und kennen bereits teilweise den Gebrauch des Feuers. In Europa taucht der "Mensch von Heidelberg" auf.
Es  entwickeln sich u.a. verschiedene Bären, Moschusochsen, Wollnashörner und Lemminge. Mit den Mammuts treten in Europa erste echte Elefanten auf.
                                                    
Das Obere Pleistozän, vor 720.000-10.000 Jahren, sieht weitere "Eiszeiten".
Spätformen des Homo erectus zeigen bereits deutliche Merkmale des späteren Homo sapiens. In Europa leben einige Frühmenschenformen, die als Vorfahren der Neandertaler in Frage kommen. In der Zeit von 320.000 - 10.000 Jahren v. Chr. löst der Homo sapiens weltweit in einem langen Entwicklungsprozess den Homo erectus ab und verdrängt auch den Neandertaler.
                                                    
Das Holozän, 10.000 v. Chr. bis heute.
Die  Zeit von 10.000 - 8.000 v. Chr. ist die Epoche der Mittelsteinzeit, das Mesolithikum. In verschiedenen Regionen werden Menschengruppen sesshaft. Sie entwickeln sich zu Ackerbauern und Viehzüchtern.
Um 8.000 v. Chr. beginnt die Jungsteinzeit, das Neolithikum, in Asien. In Europa setzt diese Zeit 2.000 bis 3.000 Jahre später ein.

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