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Vorprogramm Galapagos


    1. - 6. Februar 2006

Am 1. Februar sind wir gegen 4:00 Uhr aufgestanden. Für 5:00 Uhr hatten wir ein Taxi zum Flughafen Düsseldorf bestellt. Der Abflug nach Madrid sollte 7:50 Uhr sein, es ist aber erst um 8:30 Uhr abgeflogen, da es erst enteist werden musste. Der Flug mit Iberia war nicht sehr angenehm, da die Sitzreihen sehr eng gestellt waren und wenn man etwas zu Essen oder zu Trinken haben wollte, musste man dafür bezahlen!
In Madrid sind wir direkt zum Weiterflug umgestiegen, da nicht viel Zeit übrig blieb.
Wir hatten hier dann sehr viel Glück, da man uns von Reihe 36 D und E auf Reihe 5 A und C (in der Business-Class!) umgesetzt hat. Wir wurden nicht nur umgesetzt, sondern hatten auch den vollen Service der Business-Class. Also vor dem Start bereits ein Glas Sekt. Dann, nach dem Start, kamen die Stewards zunächst mit Wein und Säften und einer kleinen Portion gesalzener Mandeln. Daran schloss sich dann die Vorspeise an, die aus einer kleinen Suppe, ein wenig Salat mit Kräutern, Roast Beef und einem kleinen Stück Entenleber bestand. Dazu gab es für den Salat ein Fläschchen Olivenöl und ein Fläschchen Sherry-Essig. Vor der Hauptspeise gab es dann noch einmal Nachschub an Getränken. Als Hauptspeise konnte man zwischen einem vegetarischen Gericht, Fisch mit Ratatouille oder Hähnchen in Rotweinsauce mit getrockneten Aprikosen und Zwiebeln wählen. Wir hatten das Hähnchen und es hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Zum Nachtisch konnte man zwischen einer kleinen Auswahl spanischem Käse, einem Stückchen Schokoladenkuchen oder einem Eis wählen. Zum Abschluss gab es dann Kaffee und noch einen Drink. Alfred hatte sich einen Glenfiddich genommen.
Etwa eine Stunde vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Snack, der aus einem Club Sandwich, Krackern mit Käsecreme und frischen Früchten bestand. Hierzu gab es dann auch noch mal Wein und anschliessend Kaffee. In der Zeit dazwischen, etwa 8 Stunden, gab es
nichts. Die Kabinen-Crew hatte sich auch zum Schlafen zurückgezogen und wenn man etwas zu Trinken haben wollte, musste man sich das selber holen und wurde auch nicht gerade freundlich behandelt.
Das Platzangebot war riesig und der Flug in dieser Hinsicht entsprechend angenehm.
Nach der Ankunft in Quito waren wir als einer der ersten Passagiere aus der Maschine und mussten bei der Passkontrolle auch nicht warten. Noch erstaunter waren wir allerdings, dass unsere Koffer auch noch die ersten waren, die auf das Band gelegt wurden. Und so kamen wir ohne Stau auch zügig aus dem Kontrollbereich heraus und wurden von Manuel in Empfang genommen. Dann mussten wir allerdings noch eine längere Zeit auf die restlichen Gäste warten, die ebenfalls das Vorprogramm Galapagos gebucht hatten. Es waren insgesamt 27 Personen, inklusive Tina, einer Reiseleiterin von Phönix-Reisen.

Die Koffer wurden verladen und wir fuhren ins Hilton Colon. Hier sollte es auch noch ein Abendessen geben, dass wir aber ausfallen liessen, da wir dann doch zu müde waren.
Die Luft in Quito ist aufgrund der Höhenlage - Quito liegt auf ca. 2.800 m - sehr dünn und man muss teilweise zweimal Luft holen um seinen Sauerstoffbedarf zu decken.

Das Vorprogramm “Galapagos” ging dann über 5 Tage und war meines Erachtens nicht das Geld wert. Für ca. 2.000 € hatten wir nur ein mehr als einfaches Hotel; es gab nicht mal einen Stuhl oder Tisch auf den Zimmern und der Schrank bestand aus zwei Brettern und einer Kleiderstange. Da wir in einem Hotel schliefen, mussten wir jeden Tag etwa eine Stunde bis zu einem Motorboot fahren, das uns dann in 1 bis 3 Stunden zu einer Insel brachte, auf der wir dann für 1 bis 1,5 Stunden Tiere beobachten konnten. Anschliessend konnten wir dann täglich noch etwa 2 Stunden schwimmen bzw. schnorcheln; aber dafür fährt man ja nicht nach Galapagos. Hier sollte ja eigentlich die Tierbeobachtung im Vordergrund stehen. Man kann auf Galapagos aber auch mit grösseren Schiffen fahren und kann dann jeden Tag zwei Inseln besuchen.
Dazu kam noch, dass unsere einheimischen Reiseführer kein Deutsch sprachen. Da unsere Gruppe auch noch auf zwei Boote verteilt wurde und wir nur eine deutsche Reiseleiterin dabei hatten, die als Dolmetscherin fungierte, hatten wir ein Problem. Da sie sich nicht zweiteilen konnte, musste eine Gruppe zwei Tage ohne sie fahren und in dieser Gruppe waren etliche Mitreisende, die kein bzw. nur wenig Englischkenntnisse hatten. Da ich vor gut 20 Jahren aber schon einmal auf Galapagos war, konnte ich die Übersetzung übernehmen und auch noch einiges zusätzlich erzählen, was mir von damals noch in Erinnerung war. Unser einheimischer Führer hat nämlich, auch nach einer Beschwerde, nur sehr wenig gesagt. Englisch war wohl auch nicht seine starke Seite, da er auf meine Frage, welche Tiere wir sehen würden, antwortete: ”Es sind noch ca. 1 Stunde Fahrzeit bis zur Insel”!

Eine Sache muss ich für Galapagos noch erwähnen. Sollten Sie einmal dorthin kommen und die Lieben daheim mit einer Karte von den Galapagos-Inseln beglücken wollen, werfen Sie diese niemals auf den Galapagos-Inseln ein. Ich glaube nicht, dass sie ankommen werden. Sowohl dieses mal, als auch vor 21 Jahren ist nicht eine Karte in Deutschland angekommen! Diesmal haben wir sie sogar direkt neben der Post in den Briefkasten geworfen.

Die Business-Class der Iberia
Ueber den Anden